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Palma de Mallorca

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Palma de Mallorca

Allein dieser Name weckt unsere Sehnsucht nach Süden. Mallorcas 350.000 Einwohner starke Metropole verzaubert mit malerischer Hafenatmosphäre, fantasievoller Jugendstilarchitektur, exklusiven Designer-Shops, lebendiger Kultur-Szene und angesagten Nightlife-Locations. Die Mallorquiner nennen ihre mediterrane Traumstadt einfach "La Ciutat" - die Stadt schlechthin. Hier unsere Top Ten...

Wer mit dem Schiff anreist, sieht schon von weitem, wie sich majestätisch Palmas Wahrzeichen, die Kathedrale La Seu, über dem Meer erhebt. Daneben gleich der Königspalast Palau de l Almudaina. Die Nachmittagssonne verleiht den Sandsteingebäuden einen goldenen Glanz. Mallorcas Metropole bezaubert mit pittoresker Hafen-Atmosphäre, märchenhafter Architektur, noblen Designer-Läden, lebhafter Kultur-Szene und angesagten Clubs für Nachtschwärmer. Kein Wunder, dass Palma de Mallorca als touristische Hauptstadt des Mittelmeers gehandelt wird. Die Mallorquiner sprechen schlicht und ergreifend von La Ciutat, die Stadt.

Zahlreiche Kulturen haben in der Balearen-Hauptstadt mit ihren knapp 400.000 Einwohnern ein reiches Erbe hinterlassen. Gegründet wurde Palma 122 v. Chr. von den Römern. Sie entwarfen den Grundriss inklusive Stadtmauer. Über ein halbes Jahrtausend währte ihre Herrschaft, bis im 5. Jahrhundert die Vandalen einfielen und die römische Stadtanlage teils zerstörten. 902 ließen sich die Araber auf Mallorca nieder. Sie legten den Hafen und die labyrinthartige Altstadt mit ihren geheimnisvollen mittelalterlichen Gassen an. Auch das raffinierte Wasserversorgungssystem trägt ihre Handschrift. Architektonische Zeugnisse aus der Blütezeit der Mauren gibt es leider nur noch wenige. Die bekanntesten sind die Arabischen Bäder (Banys Arabs) und der Almudaina-Palast - heute offizieller Amtssitz des spanischen Königspaares Juan Carlos und Sofía (C/. Palau Reial, Besichtigung von Teilen möglich).

Im Herbst 1229 eroberte der aragonesische König Jaume I Mallorca. Um seine Herrschaft auch symbolisch zu manifestieren, legte er noch an Silvester des selben Jahres den Grundstein für Palmas gotische Kathedrale La Seu. Sie gilt als eines der fünf schönsten Gotteshäuser Spaniens - erbaut auf den Fundamenten der einstigen Moschee. Bedauerlicherweise trug Jaume I nicht nur zur Schönheit Palmas bei: Viele maurische Bauwerke ließ er einfach abreißen oder in christliche umwandeln. Die prächtigen Palais mit ihren herrlich bepflanzten Innenhöfen (Patios) sind vor allem reichen katalanischen Kaufleuten zu verdanken. Ebenso die fantasievollen Jugendstil-Häuser - nicht selten waren hier Schüler des berühmten Baumeisters Gaudí aus Barcelona am Werk.

Mit Beginn des Massentourismus in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte Palma eine regelrechte Bevölkerungsexplosion. Glücklicherweise blieb die Altstadt davon weitgehend unberührt. Neue Viertel entstanden drumherum und setzten den sternförmigen Grundriss fort. In den schattigen engen Gässchen des historischen Kerns kommt es einem immer noch so vor, als sei die Zeit stehen geblieben - obwohl nur wenige Straßen weiter das Großstadt-Leben pulsiert.

Gegenwart und Vergangenheit, Touristen aus aller Welt und traditionsbewusste Insulaner auf engstem Raum vereint: Gerade das macht den Reiz der heimlichen Hauptstadt des Mittelmeers aus. Sogar im Namen spiegelt sich der "Multi-Kulti"-Charakter der Balearen-Metropole wider: Palma de Mallorca heißt sie erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Darin steckt noch der römische Name "Palmeria", die Siegespalme. Der alte Name "La Ciutat", den die Bevölkerung immer noch verwendet, geht nur auf den ersten Blick auf den Eroberer Jaume I von Aragonien zurück: Der christliche König übersetzte lediglich den arabischen Namen Medina Mayurka, Stadt Mallorcas.

Paseo Marítimo

Vorsicht Fernweh! Wer die ein- und auslaufenden Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Yachten und Fischerboote in der Bucht von Palma beobachtet, versinkt im Nu in den schönsten Tagträumen. Über die Ankunft besonderer Schiffe - beispielsweise des gigantischen Luxusliners "Queen Mary II" - wird in den lokalen Medien berichtet (u.a. in den deutschsprachigen Wochenzeitungen "Mallorca Zeitung" oder "Mallorca Magazin"). Sie suchen einen relaxten Ort für maritime Mußestunden? Direkt in erster Meereslinie liegen die drei Bar-Pavillons "Varadero" (Moll Vell s/n, am Ende der alten Mole), "Port Pesquer" (Moll de la Llonja, s/n ) und "Dàrsena" (Paseo Marítimo, Höhe Real Club Náutico). Oder haben Sie den Fischern beim Netzeflicken zugeschaut und dabei Appetit auf Meeresspezialitäten bekommen? Dann empfehlen sich die "Bar Mollet" (urig und günstig; Contramuelle Mollet, 2) sowie das Traditionsrestaurant "Casa Eduardo" (Muelle Industria Pesquera, 4). Wem nach Bewegung zumute ist, kann über Palmas Hafenmeile joggen, inlinern, radeln oder schlicht spazieren. Müde Flaneure warten einfach an der nächsten Bushaltestelle auf die Linie 1 - sie fährt die ganze Hafenmeile rauf und runter. Übrigens gehörte der Paseo Marítimo zur Strecke des seit 2004 jährlich im Herbst stattgefundenen TUI Marathons. Leider wird dieses Event nicht mehr veranstaltet. Gleichermaßen reizvoll wie der Blick von der Stadt aufs Meer ist natürlich der Blick vom Meer auf die Stadt: Unbedingt eine Hafenrundfahrt machen (1 Stunde, Anleger gegenüber Auditorium), noch besser einen Segeltörn! Erfahrene Skipper nehmen - manchmal sogar zusammen mit der spanischen Königsfamilie - an den zahlreichen Regatten in der Bahia de Palma teil. Die wichtigste ist der Königspokal "Copa del Rey" (www.copadelrey.com) im August.

Sehenswürdigkeiten

Palmas prächtige Kathedrale La Seu (deutsch: Bischofssitz) gilt als eines der fünf schönsten Gotteshäuser Spaniens (C/. Palau Reial, 29). Der erste Stein wurde Silvester 1229 gelegt, rund drei Monate nach Ankunft der christlichen Eroberer in Santa Ponca. Absoluter Clou: Die Rosette in der Apsis besteht aus 1236 Glasteilen. Ein filigran gearbeitetes Meisterwerk ist auch die schwebende Tiara über dem Hauptaltar. Sie trägt unverkennbar die Handschrift des berühmten katalanischen Architekten Antoni Gaudí. In direkter Nachbarschaft zur Kathedrale liegt der Palau de l`Almudaina. Im ursprünglich maurischen Alkazar residierten später die aragonesischen Könige. Heute ist der Palast offizieller Amtssitz des spanischen Monarchen Juan Carlos und seiner Gattin Königin Sofia (C/. Palau Reial, Besichtigung von Teilen möglich). Als grüne Oase für gestresste Großstädter dient der Königsgarten S'Hort del Rei nebenan mit seinen Wasserspielen, Skulpturen, farbenfrohen Blumenbeeten und schattenspendenden Bäumen. Auf einem schön bewaldeten Burghügel hoch über Palma thront ein weiteres monumentales Wahrzeichen: das einzige runde Schloss Spaniens Castell Bellver (Park Bellver, El Terreno). Der gotische Rundbau aus dem 13. Jh. beherbergt seit 1931 ein Museum zur Stadtgeschichte und die Antikensammlung des Kardinals Despuig. Unbedingt Fotoapparat mitnehmen: Die Aussicht auf Palma ist von hier oben einfach überwältigend!

Fast jedes Haus ein architektonisches Meisterwerk! Gotik und Jugendstil prägen Palmas pittoreske Altstadt (centre històric). Die wohl bedeutendste Repräsentantin katalanischer Gotik ist die alte Seehandelsbörse "Sa Llotja" (Passeig Sagrera, interessante Wechselausstellungen). Sie wurde 1451 vom mallorquinischen Baumeister Guillem Sagrera fertiggestellt. Sechs spiralförmig gedrehte Säulen tragen das Gebäude - ein Symbol für die Palmen an der Meerespromenade. Als Ikone des katalanischen Jugendstils (modernisme) gilt das ehemalige "Gran Hotel" an der Placa Weyler. Es steht sogar auf der Liste des Weltkulturerbes. 1901 wurde der Prachtbau von Lluís Domenec i Montaner errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts Treffpunkt internationaler Prominenz, beherbergt das "Gran Hotel" heute die Kunststiftung der Bank "La Caixa". Auch der größte Privatpalast Palmas "Can Solleric" hat sich inzwischen der Kunst verschrieben. Hier sitzt die Stiftung "Casal Solleric". Das imposante Gebäude aus dem 18. Jh. wird auch "Palacio Morell" genannt (Passeig Born, 27). Für ihre besonders fantasievollen Fassaden mit bunten Mosaiken und märchenhaften Ornamenten sind die Häuser "Can Rei" und "L`Aguila" an der Placa Marqués de Palmer berühmt. Sie wurden 1908/09 von Gaudí-Schülern gebaut. Tipp: Wenn Sie auch mal hinter Palmas bildschöne Fassaden schauen möchten, fragen Sie bei der Tourist-Info nach "Patio"-Besichtigungsterminen. Ab und an öffnen über 50 Stadtpaläste ihre Innenhöfe für Besucher. Im Sommer werden in einigen sogar Konzerte veranstaltet. Immer für Besichtigungen offen steht der Palast "Can Marqués", denn er dokumentiert als Museum das städtische Leben der Adelsklasse im 18. und 19. Jh. (C/. Zanglada, 2 a).

Museen

Wer in Mallorcas Chronik ganz weit zurückblättern möchte, findet im "Museu de Mallorca" rund 3000 Exponate aus Frühgeschichte, Antike, Mittelalter, Renaissance und Barock. Das umfangreichste historische Museum der Insel hat auch eine eigene Abteilung für die islamische Kunst und Kultur während der maurischen Besatzung von 902 bis 1229 eingerichtet (C/. de la Portella, 5). Viele architektonische Spuren dieser Zeit findet man auf der Insel nicht mehr. Die arabischen Bäder "Banys Àrabs" aus dem 12. Jh. gehören zu den wenigen Überbleibseln. Allerdings konnten sich auch hier nur Reste von Pfeilern, Bögen, Dampf- und Wasserleitungen in unsere Zeit retten - der traumhafte Garten erinnert an den einstigen Luxus (C/. de Can Serra, 7). Liebevoll konserviert wurden dagegen die reichen Schätze der katholischen Kirchengeschichte. Das bischhöfliche Museum "Museu Diocesà" präsentiert Madonnenfiguren aus den verschiedensten Epochen, gotische Malerei aus dem späten Mittelalter sowie Münzen, Keramik und Messbücher. Da der Bischofspalast in der C/. Mirador, 7 restauriert wird, ist das Museum derzeit in einem alten Stadtpalast untergebracht (C/. Seminari, 4). Aus zwei guten Gründen wird in fast jedem Reiseführer auch der Besuch der Kirche "Sant Francesc" empfohlen: Erstens befindet sich in einer kleinen Kapelle links vom Eingang das Grab des mittelalterlichen Mönchs und Universalgenies Ramón Llull. Zweitens verbirgt sich im Franziskaner-Kloster von 1281 Europas größter Kreuzgang. Diesen Muße-Ort im gotischen Stil bewunderte sogar der französische Existentialist Albert Camus (Plaça Sant Francesc, 7). Um den Geschichts-Parcours abzurunden, sei noch das Militärmuseum "Museu Militar Sant Carles" in der mittelalterlichen Festungsanlage oberhalb des Fährhafens genannt (C/. Dic de l`Oest). Zu sehen gibt es Waffen, Rüstungen, Dokumente und Schlachtordnungen aus mehreren Jahrhunderten. Wer nicht so gern auf eigene Faust in Palmas Vergangenheit reist, kann sich in den Fremdenverkehrsbüros für verschiedene historische Themenrundgänge durch die Hauptstadt anmelden (mehr Infos auf der Website der Stadtverwaltung unter www.a-palma.es).

Anfang 2004 hat die Eröffnung von Palmas neuem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst ("Museu d`art modern i contemporani") international für Furore gesorgt. Architektonisch raffiniert wurde der Neubau mit rund 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche in die historische Stadtmauer "Es Baluard de Sant Pere" aus dem 16./17. Jh. gebettet - von außen ist er nicht zu erkennen. Das Museum Es Baluard (www.esbaluard.org) präsentiert die Sammlung des Zeitungsverlegers Pedro Serra. Sie umfasst 300 Bilder und Skulpturen bekannter spanischer und internationaler Künstler der klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Darunter sind Namen wie René Magritte, Joan Miró, Antoni Tàpies, Salvador Dalí, Balthus, Marc Chagall, Wassili Kandinsky, Henri Matisse, Paul Klee, Paul Gaugin und Anselm Kiefer. Ein Besuch des neuen Museums lohnt sich schon allein des Panoramas wegen: 3000 Quadratmeter Terrassen und Wege bieten traumhafte Blicke auf Hafen und Hauptstadt. Ein weiteres recht neues Highlight moderner Kunst ist der Palau March (C/. Palau Reial s/n). Das Museum im Stadtpalast der mallorquinischen Bankiers-Familie March öffnete im April 2003 seine Pforten. Längst zum etablierten Bestandteil der modernen Kunst-Szene zählt die Fundació Juan March im Gebäude der ersten "March"-Bankfiliale. Von Tàpies über Miró und Barceló bis hin zu Picasso sind viele bedeutende spanische Künstler vertreten (C/. Sant Miquel, 11). Kunst-Stiftungen mit interessanten Wechselausstellungen unterhalten auch die Banken La Caixa (Gran Hotel Fundació La Caixa, Placa Weyler, 3) und Sa Nostra (Centre de Cultura Sa Nostra, C/. de la Concepció, 12). In städtischer Hand ist das Kunst- und Kulturzentrum Casal Solleric (Passeig d`es Born, 27). Die Stiftung des großen mallorquinischen Malers Barceló fördert besonders junge Künstler (C/. Sant Jaume, 4). Zeitgenössischer mallorquinischer Kunst widmet sich ebenso das Kulturzentrum Ses Voltes Centre d`Exposicions (alte Stadtmauer unterhalb der Kathedrale, Parc de la Mar s/n). Ein absolutes Must ist die Fundació Pilar i Joan Miró in der C/. Joan de Saridakis, 29. Fast 30 Jahre hat der große Miró in diesen Gemäuern etwas außerhalb des Stadtzentrums gelebt und gearbeitet (Cala Major). Neben den zahlreichen renommierten Museen und Stiftungen sorgen in Palma über 50 Galerien für einen lebendigen Kunst-Betrieb. Ein Faltblatt mit den aktuellen Ausstellungen gibt der balearische Galeristen-Verband heraus (u.a. in den Tourist-Infos erhältlich).

Pueblos Español

Von Granadas Alhambra über Toledos El Greco-Haus bis hin zu Sevillas Goldenem Turm: Im Pueblo Espanol, wörtlich übersetzt Spanisches Dorf, sind berühmte Sehenswürdigkeiten des Landes sozusagen zusammengerückt. Der Architekt D. Fernando Chueca Goitia hat im Jahre 1967 etwas oberhalb von Palma 23 architektonische Meisterwerke nachgebildet - maßstabsgetreu verkleinert und mit traditionellen Techniken und Materialien konstruiert. Ob Rathaus, Palast oder Plaza, ob maurisch, mittelalterlich oder barock: Auf einer Fläche von 26.500 qm kann man einen Streifzug durch rund 2000 Jahre spanischer Architekturgeschichte unternehmen. Zahlreiche Restaurants, Geschäfte, Künstler und Handwerker hauchen dem Museum Leben ein (C/. del Poble Espanyol s/n).

Inseltypische Spezialitäten

Fangen wir mit dem Frühstück an: Mallorcas berühmte Hefeschnecke "Ensaimada" schmeckt am besten im original Jugendstil-Café "Ca`n Joan de S`Aigo" (C/. Can Sanc, 10; täglich außer Di 8-21 Uhr). Wer in der Shopping-Siesta nur einen Snack zu sich nehmen möchte, bestellt die mallorquinische Brotzeit "Pa amb Oli" oder ein Bocadillo mit der würzigen Paprika-Wurst "Sobrassada" vom schwarzen mallorquinischen Schwein - zum Beispiel auf der immer trubeligen Straßen-Terrasse von Palmas Institution "Bar Bosch" (Placa Joan Carles, 1). Sie haben Lust auf Tapas? Wahre Tapas-Tempel sind "La Bóveda" (C/. Boteria, 3), "La Cueva" (C/. Apuntadores, 5) und "El Pilón" (C/. Cifre, 4). Wer sich auf mallorquinische Art so richtig satt futtern möchte, sollte in das Restaurant "Celler Sa Premsa" (Plaza Bisbe Berenguer de Palou, 8) einkehren. Hier wird günstige und schmackhafte Hausmannskost serviert.

Shopping

Die Stars am mallorquinischen Mode-Himmel heißen Xisco Caimari (www.xiscocaimari.com, C/. Veri, 6 ), Tolo Crespi (www.tolocrespi.com, Centre de Moda, Rambla dels Ducs de Palma de Mallorca, 7) und Mar Sobrón (Plaza d` es Mercat, 7). Schuhe, die in Mallorcas Leder-Stadt Inca gefertigt wurden, gibt`s bei "Farrutx" (super elegante High Heels, Passeig d`es Born, 16), "Albaladejo Shoemaker" (handgenähte Klassiker aus Pferdeleder, C/. Unió, 4) und "Camper" (originell, kultig und sportiv, Av. Jaume III, 16 oder Sant Miquel, 17). Kulinarische Erinnerungen der Extraklasse verkaufen die Feinkost-Läden "Son Vivot" (Pl. Porta Pintada, 1, Nähe Placa Espana) und "Colmado Santo Domingo" (C/. Santo Domingo, 1). Für Gourmets lohnt sich garantiert auch ein Abstecher zu den Märkten "Olivar" (Placa del Olivar) und "Santa Catalina" (Catalina-Viertel). Naschkatzen bekommen süße Souvenirs wie Ensaimadas in schön verzierten Kisten in den Traditions-Konfisserien "Forn des Teatre" (Placa Weyler, 9), "Frasquet" (C/. Orfile, 4 / Ecke C/. Brossa, 19) und "La Pajarita" (C/. Sant Nicolau, 2). Original mallorquinische Ikat-Stoffe mit dem typischen Zungenmuster (telas de lengua) webt "Herederos de Vicente Juan Ribas" (C/. Sant Nicolau, 10). Am "Passeig per L`Artesania" sind die hochwertigsten Kunsthandwerk-Labels der Insel vertreten (Placa Llorenc Bisbal, www.passeigartesania.com).

Nachtleben

Als Warming-Up empfiehlt sich ein Streifzug durch das Viertel um die Alte Seehandelsbörse "Sa Llotja". Sehr gut sind zum Beispiel die Daiquiris im "La Bodeguita del Medio" (C/. Vallseca, 18, Ableger von Hemingways kubanischer Lieblingsbar) und die Caipirinhas im "Atlantico" (C/. Sant Feliu, 12). Fast schon zum Sightseeing-Programm gehört die opulent mit Früchte-Arrangements und Kandelabern dekorierte Cocktail-Bar "Abaco" (touristisch, teuer und trotzdem schön; C/. San Juan, 1). Ein Must für Jazz-Fans: das "Café Barcelona" mit zahlreichen Live-Konzerten (C/. Apuntadores, 5). Nach Mitternacht lohnt sich ein Ortswechsel zur Ausgehmeile Paseo Marítimo. Bis hinauf nach Porto Pi reihen sich hier die angesagten Bars, Clubs und Discos. Heiße Latino-Rhythmen erklingen zum Beispiel im "Made in Brasil" (Paseo Marítimo, 27). Wer eher auf coolen E-Sound steht, ist im "Garito Café" gut aufgehoben (Can Barbara). Tanzen bis in die frühen Morgenstunden können Sie in der Großraumdisco "Tito`s" (Paseo Marítimo/ Placa Gomila, 3). Ein weiterer beliebter Treffpunkt des nächtlichen Szene-Volks ist die Placa Gomila - oberhalb des "Tito`s" gelegen (Terreno-Viertel). Junge Mallorquiner grooven dort gern im "Belle Epoque" zu Elektro-Beats. Tipp: Wenn Sie von einer Szene-Location zur nächsten ziehen möchten, nutzen Sie am besten den "bus de nit". Er pendelt freitags, samstags und vor Feiertagen die ganze Nacht im Viertelstundentakt zwischen Parc de la Mar und Porto Pi - mit zahlreichen Haltestellen auf dem Paseo.

Feste & Fiestas

Zehntausende kommen jedes Jahr am Abend des 19. Januar nach Palma, um in den Namenstag des Heiligen Sebastian reinzurocken. "Sant Sebastià", Schutzpatron der Hauptstadt, wird mit Livemusik auf allen großen Placas geehrt. Bis zum Morgengrauen tanzt das Party-Volk auf Straßen und Plätzen - während der größten Fiesta des Jahres bleibt die Innenstadt komplett für den Autoverkehr gesperrt. Zur Stärkung gibt`s an jeder Ecke Barbecue. Am 20.1. zünden die Palmesaner dann zum Auftakt des einwöchigen Patronatsfestes ein beeindruckendes Feuerwerk am Hafen. Über "Sant Sebastià" hinaus, werden natürlich alle inselweiten Feste auch ausgiebig in der Hauptstadt zelebriert. Ein Highlight ist zum Beispiel die Gründonnerstagsprozession während der "Semana Santa". Von Juni bis September organisiert die Metropole ein umfangreiches Programm für laue Sommernächte (erhältlich in den Tourist-Infos). Im Internet können Sie sich über Veranstaltungen in Palma auf der Homepage der Stadt www.palma.cat informieren.


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