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Von Xenia Fabricius

Die Mallorquiner sind leidenschaftliche Pilze-Sucher, und im November haben Pilze Hochsaison. Schnappt euch wie die Einheimischen ein Körbchen und zieht in die Wälder! Atemberaubende Vistas inklusive. Oder ihr schwingt euch aufs Mountain-Bike. Alle Outdoor-Sportler lieben den Herbst auf der Insel: angenehm warm, aber nicht zu heiß. Auch die Golfer buchen gern für November. Insgesamt kehrt auf der Insel eine angenehme Ruhe ein. Wobei es auf den beliebten Herbst-Märkten an den Wochenenden sehr lebendig zugeht. Hightlight ist der „Dijous Bo“ am 16. November in Inca. Zu diesem gigantischen Jahrmarkt strömen rund 200.000 Besucher in die Inselmitte.

Das Fest aller Feste: der Dijous Bo in Inca


Wenn ihr die Kultur der Mallorquiner kennen lernen wollt oder sie schon toll findet, ist der „Dijous Bo“ - wörtlich übersetzt „Guter Donnerstag“ - ein Muss für euch. Jährlich mit über 200.000 Besuchern wird der Feiertag als „Fest aller Feste“ bezeichnet. Und das auch aus gutem Grund: Drei Sonntage in Folge feiern die Insulaner auf den „Dijous Bo“ hin. Der Gute Donnerstag selbst – in diesem Jahr am 16. November – ist eine Mischung aus Herbst-Kirmes, Markt und Gewerbeschau. Es gibt mehr als 500 Stände, an denen einheimische Produkte verkauft werden. Zum Beispiel Tongeschirr aus Pòrtol und Sa Cabaneta, Lederwaren aus der Gastgeberstadt oder mundgeblasenes Glas aus Campanet und Algaida. Natürlich gibt es auch jede Menge hausgemachte und inseltypische Snacks. Von Würsten wie Sobrassada und Butifarrò über Bunyols (Fettgebäck) bis hin zu Ensaimada, Kuchen und Käse. Da ist es fast ein Jammer, wenn irgendwann ein Sättigungsgefühl eintritt. In Sachen Weine und Liköre made in Mallorca gibt’s auf dem „Dijous Bo“ reichlich Kostproben. Am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Das ist bei den Besucherströmen ohnehin sehr ratsam, denn freie Parkplätze gibt es kaum. Unser Insider-Tipp für euch: Kommt auch am Mittwoch abend nach Inca! Am Vorabend des „Dijous Bo“, dem sogenannten „Dimecres Bo“, wird das Fest mit einem Feuerlauf (Correfoc) und musikalischer Unterhaltung eingeleitet. Mehr Informationen gibt's auf der offiziellen Website: dijousbo.es. Ihr möchtet noch weiter auf den Spuren der Insulaner wandeln und das mallorquinischen Leben kennenlernen? Dann schwärmt in die Wälder zum Pilzesammeln aus! Diese schöne Beschäftigung ist für die Einheimischen ein fester Bestandteil mallorquinischer Identität.

Köstlichkeiten im Korb: Pilzhauptsaison November

Mit geschätzten 1500 Pilzarten ist die Insel im November ein Paradies für Mykologen, denn die noch vorhandene Wärme zusammen mit dem beginnenden Regen stellen ideale Bedingungen für die Pilze dar. Bekannt ist Mallorca für den Esclatasang (Blutreizker), aber auch Picornells, Girgolas oder Pfifferlinge sind hier anzutreffen. Achtung! Letzteren nicht mit dem Dunklen Ölbaumtrichterling verwechseln: Er wächst auf Holz statt auf dem Waldboden und ist sehr giftig. Nur seinen Anblick könnt ihr genießen, denn er leuchtet im Dunkeln. Zum Sammeln empfehlen wir den Wald nahe der Comuna de Bunyola oder die Sierra de Levante. Der Botanische Garten in Sóller lädt häufiger zu Pilzausstellungen ein und hilft sogar bei der Bestimmung von selbst gesammelten Pilzen. Wie wärs, wenn ihr das Pilze-Sammeln mit einer Tramuntana-Wanderung verbindet?

Das Grün genießen: Mallorca für Wanderer und Golfspieler

Im 80 Kilometer langen Tramuntana-Gebirge kann man aus leichten bis sehr anpruchsvollen Routen wählen. Wunderschöne Wanderpfade gibt es rund um den Puig de Galatzó. Grandios ist die Aussicht vom Puig de Massanella, dem höchsten Wandergipfel der Insel. Als sehr reizvolles Wander-Ziel gilt auch die 50 Meter hohe Tropfsteinhöhle Avenc de Son Pou im Tal zwischen Orient und Santa Maria. Jedoch sollte man, wenn man eigenständig seine Route plant, auf die vielen Privatgrundstücke achten und eine gute aktuelle Karte dabei haben. Nicht alle Wander-Routen sind ausreichend beschildert. Wenn ihr das Grün lieber beim Golfen genießen möchtet, könnt ihr auf einem der 23 Plätze eure Runden drehen. Da in der zweiten November-Hälfte in einigen Clubs die Nebensaison beginnt, sind auch die Greenfees in diesem Monat günstiger als im Sommer. Beispielsweise kostet ein 18-Loch-Greenfee in Canyamel ab dem 16. November 83 Euro statt 105 Euro.

Foto: © Maridav - Fotolia.com



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