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Foto: Dijous Bo in Inca (Quelle: Ajuntament d`Inca)

Leder, Kultur & Dijous Bo in Inca

Rund 200.000 Menschen strömen alljährlich am dritten Donnerstag im November nach Inca, um den „Dijous Bo“ den „guten Donnerstag“ zu feiern. Die größte Messe Mallorcas ist eine eigenwillige Mischung aus Bauernmarkt, Kirmes und traditionellem Volksfest. Touristen besuchen Mallorcas drittgrößte Stadt normalerweise nur, um Lederwaren ab Fabrik zu kaufen und danach in eines der urigen Kellerlokale (Cellers) einzukehren. Wirklich interessante Sehenswürdigkeiten hat Inca nicht zu bieten.

Wenn sich im November Mallorcas Saison-Trubel gelegt hat und ein Großteil der Insel in den Winterschlaf fällt, erwacht Inca zu blühendem Leben. Der „Dijous Bo“ ist ein Tag der Superlative: Ganze zehn Kilometer misst die Reihe mit Ständen, die sich durch die Stadt schlängelt. Über 2000 Aussteller offerieren original mallorquinische Spezialitäten, Haushaltswaren, Kunsthandwerk, lebende Tiere und jede Menge Schnickschnack. Originell ist die Traktorenausstellung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm sorgt für reichlich Abwechslung: Von Pferdedressurschauen und Züchterwettbewerben über Kunst-Ausstellungen bis hin zu Musik und Tanz wird alles geboten. Ausführliche Infos zum „Dijous Bo“ bietet die offizielle Website der Stadt Inca www.dijousbo.es. Bei Facebook gibt es sogar schon eine Fan-Gemeinde. Tipp: Am besten früh am Morgen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, denn bei erwarteten 200.000 Besuchern sind Staus vorprogrammiert.

Inca-Ausflug mit Markt und Cellers

An allen anderen Tagen im Jahr ist Inca sehr gut erreichbar. Die 28.000 Einwohner Stadt liegt an der Autobahn, die von Palma in Richtung Norden nach Alcúdia führt. Darüber hinaus gibt es eine hervorragende Zug- und Busverbindung nach Palma. Dank der Eisenbahnlinie Palma - Sa Pobla - Manacor über Petra/Sineu ist Inca ein wichtiger Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs. Von Incas Bahnhof aus kommen Sie bequem per pedes zum Markt, zu den urigen Kellerlokalen mit ihren deftigen einheimischen Gerichten (Cellers) und zu einigen Leder-Shops. Jeden Donnerstag ist Markttag (in der gesamten Altstadt von der Plaça José Antoni bis zur Carrer Bisbe Llompart). Wenn Sie schon dort sind, spazieren Sie ruhig auch mal durch die kleine Altstadt mit schnuckeligen Kopfsteinpflaster-Gässchen und historischen Kirchen-Gemäuern. Genießen Sie einfach den Gesamteindruck, echte architektonische Highlights gibt es in Inca nicht. Die barocke Pfarrkirche Santa Maria la Major an der zentralen Placa Santa Maria Major ist das bedeutenste Bauwerk. Große Teile der Innenstadt wurden in den vergangenen Jahren zur Fußgängerzone gemacht, so dass es sich entspannt shoppen lässt.

Leder-Stadt Inca Schnäppchen ab Fabrik

Bekannt ist Inca vor allem als Leder-Stadt. Sicher ist ein Besuch der Lederfabriken interessant, und in den Fabrik-Outlets winkt so manches Schnäppchen. Wohlfeil geboten wird eigentlich alles, was aus Leder produziert werden kann von Schuhen über Taschen und Koffer bis hin zu Mode und Accessoires. So preiswert wie einst sind die Lederwaren direkt aus Inca jedoch leider nicht mehr. Überhaupt gelten Lederwaren auf Mallorca nicht mehr als besonders günstig. Also Vorsicht vor Dumping-Preisen! Erst einmal die Qualität prüfen! Auf alle Fälle sehenswert ist die Camper-Fabrik. Wer die Kult-Marke mag, findet im Fabrik-Shop auch seltene Modelle mitunter sogar Prototypen. Camper ist in Incas Industriegebiet gut ausgeschildert (Zufahrt auf Incas Südseite, am Kreisverkehr an der BP-Tankstelle abbiegen).

Santuari de Santa Magdalena traumafter Panorama-Blick

Mögen Sie Panorama-Blicke? Dann lohnt sich die Fahrt von Inca zum Santuari de Santa Magdalena hinauf (etwa 4 km von der Hauptstraße entfernt, einfach den Schildern folgen). Der 304 Meter hohe Santa Magdalena-Berg ist so zentral in der Inselmitte gelegen, dass Sie bei gutem Wetter weite Teile Mallorcas überblicken können. Eine großartige Rundum-Sicht! Auch das Restaurant erfreut sich bei den Insulanern großer Beliebtheit an Sonn- und Feiertagen herrscht hier Hochbetrieb. Was nur Insider wissen: Noch aus der Franco-Zeit schlummern im Puig Munitionsdepots mit einem Volumen von 250.000 m3 Altlasten, die hoffentlich nie zum Einsatz kommen und hier ihre letzte Ruhestätte finden.


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