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Salines de Llevant

Salinen Mallorca

Die Salinen bei Es Trenc

Im September ist Mallorcas Meersalz reif. Wenn die Sonne auf die Felder scheint, glitzern die Kristalle wie Schnee. Von weitem eine bezaubernde Winterlandschaft. Eigentlich viel zu schade zum ernten. Ein Trost: Das gewonnene Salz wird vor der Verarbeitung zu beeindruckenden Bergformationen aufgetürmt. Rund 10.000 Tonnen weißes Gold pro Jahr produziert die letzte Saline der Insel zwischen Campos und Colònia de Sant Jordi.

Die Methode der Salzgewinnung ist einfach und raffiniert zugleich: Im April wird Meerwasser durch einen zwei Kilometer langen Kanal auf die künstlich angelegten Salzfelder (cuarteradas) gepumpt. Die cuarteradas sind miteinander verbunden. Sie erstrecken sich über ein Gebiet von rund 160.000 Quadratmetern. Jedes einzelne Feld misst 7100 Quadratmeter. Während des Sommers verdunstet der Wasseranteil dank Hitze und Wind. Zurück bleibt fast reines Meersalz. Im September ist die Kruste auf den Salzfeldern zwölf bis vierzehn Zentimeter dick. Pro Quadratmeter kann etwa eine Tonne mit der Salzegge abgetragen werden. Das Verfahren ist 2000 Jahre alt, doch die industrielle Salzgewinnung begann auf Mallorca erst 1850, als die Firma "Salines de Llevant" gegründet wurde.

Mit dem Auto können Sie bequem auf einem kleinen Pfad durch das 130 Hektar große Privatgebiet mit seinen Salzseen und glitzernden weißen Salzbergen fahren. Vogelfreunde sollten das Areal mit Fernglas ausgerüstet erwandern, da sich hier viele seltene Arten zur Jagd auf Salzkrebse treffen - darunter Gelbschnabel, Korallenmöwe, Schwarzschnabel-Sturmtaucher und Stelzenläufer.

Im Salz-Shop gibt`s Mallorcas "weißes Gold" in Kilo-Tüten für ein paar Cent zu kaufen:
(Ctra. Campos-Colònia de Sant Jordi, km 10, Camino Playa d`Es Trenc, Mo - Fr 7 - 15 Uhr).

Unbedingt probieren: das neue Gourmet-Salz "Flor de Sal" in unterschiedlichen Geschmacksvarianten (erhältlich in Mallorcas Feinkostläden oder auf den Wochenmärkten in Andratx und Santanyí). Seit 2003 ernten die "Flor de Sal"-Jungunternehmerinnen Katja Wöhr und Sabine Kersten die kostbare, süßlich schmeckende oberste Lage auf den Salzwasserbecken - sie enthält die 16-fache Magnesium- und doppelte Kalziummenge.


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