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Mallorca Mietwagen-Mangel

Von Verena Gemmel

Die gewohnten Dumping-Preise für Mietwagen sind auf Mallorca leider passé. Leihwagen kosten in dieser Saison im Vergleich zum Vorjahr fast das Doppelte. Und werden zudem als rares Gut gehandelt. Wir erklären Ihnen, warum und geben zehn Tipps, mit denen Sie auf der Sonneninsel garantiert gut fahren...


1) So schnell wie möglich buchen! Glücklich ist, wer in diesem Sommer überhaupt einen Mietwagen auf Mallorca ergattert. Jetzt gibt es noch Restkontingente, schon bald werden alle Leihwagen reserviert sein. Schuld ist die Finanzkrise: Die Autohersteller geben den Mietwagen-Firmen nicht mehr die üblichen Rücknahme-Garantien für Jahreswagen. Dadurch wankt das Geschäftsmodell, und die Banken knausern mit Krediten. Um satte 30% hat sich die gesamte Mallorca Mietwagen-Flotte verringert. In den Osterferien und an Pfingsten gingen bereits viele Urlauber leer aus, die kurzfristig buchen wollten: Auf der gesamten Insel war kein Mietauto mehr verfügbar.

2) Informieren Sie sich über Ihren Mietwagen-Anbieter! Medienberichten zufolge (u.a. Mallorca Zeitung und Mallorca Blog) ging beispielsweise der Broker „Recar Drive“ pleite. Nicht ohne vorher noch zahlreiche Kunden zu betrügen. Die hatten via Internet gebucht, komplett im Voraus gezahlt und vor Ort keine Leistung erhalten. Ein deutsches Reisebüro als Vermittler bietet Ihnen dagegen einige Sicherheiten – dem deutschen Recht und Verbraucherschutz sei Dank. Hinter dem Mietwagen-Angebot von Mallorca-today steht beispielsweise das Reisebüro an der Oper in Bonn.

3) Vorsicht vor sogenannten Luft-Vouchern! Sofort-Bestätigungen bei Internet-Buchungen können zu Überbuchungen führen. Sicher nicht, wenn Sie direkt beim Anbieter reservieren. Der müsste seine Vakanzen kennen. Es gibt nur einige schwarze Schafe unter den Vermittlern, die einfach jede Buchung sofort bestätigen, ohne vorher die Verfügbarkeit mit dem Mietwagen-Unternehmen abzuklären.

4) Bequem ist es, wenn Ihr Mietwagen direkt im Flughafen-Parkhaus steht! Einige Mietwagen-Firmen kutschieren ihre Kunden nämlich zu Parkplätzen irgendwo in der Pampa. Das nervt und kostet jede Menge Zeit. Bei der Rückgabe brauchen Sie obendrein einen guten Orientierungssinn, um den Parkplatz wiederzufinden.

5) Kalkulieren Sie Ihr Angebot mit allen Zusatzkosten! Von Versicherungen über Tankpauschalen bis hin zu Kindersitzen oder weiteren Fahrern: Extras, die nicht im ausgewiesenen Preis enthalten sind, können den Gesamtpreis beträchtlich erhöhen. Die meisten Mietwagen-Firmen sind in der Ausgestaltung von „Kosten-Bausteinen“ sehr kreativ.

6) Informieren Sie sich über die Tankregelung! Bei „Full to full“ unbedingt vor Rückgabe ganz voll tanken! Jeder fehlende Liter kommt Sie im Nachhinein teuer zu stehen. Bei „Full to empty“ möglichst wenig im Tank lassen, denn es wird nichts zurück erstattet.

7) In der Regel gilt: Wer im Voraus via Internet bucht und den Mietwagen direkt am Airport übernimmt, bekommt die günstigsten Angebote. Die kleinen Mietwagenfirmen in den Urlaubsorten sind ehrfahrungsgemäß teurer.

8) In den meisten Mietautos fehlt die Sicherheitsausrüstung. Wer direkt bei Übernahme nachfragt, erhält sie oft gegen Hinterlegung einer Kaution. Es schadet nicht, sich aus Deutschland die Gelbe Weste (Pflicht in Spanien) mit ins Handgepäck zu nehmen. Und – falls nicht im Wagen vorhanden – zwei pappene Warndreiecke für kleines Geld an der nächsten Tankstelle zu besorgen. Ein Verbandskasten ist in Spanien nicht Pflicht.

9) Sparen kann man bei den Kindersitzen: Wer seinen eigenen aus Deutschland mitbringt, hat obendrein auch noch weniger Stress. Die Qualität vor Ort lässt oft zu wünschen übrig, und beim Einbau wird aus rechtlichen Gründen nicht geholfen. Für den Transport von Kindersitzen berechnen die Airlines in der Regel keine Extrakosten – erkundigen Sie sich bei Ihrer Fluggesellschaft!

10) An möglichen Zusatzversicherungen – beispielsweise für Reifen, Fenster und Felgen - lieber nicht sparen! Vandalismus-Schäden wie aufgestochene Reifen sind auf der Sonneninsel leider nicht selten.

Foto: Mietwagen sind in diesem Sommer Mangelware auf Mallorca. (Quelle: Mallorca-today)



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