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Weinkultur auf Mallorca

Weinlese Mallorca

Das hat es mit dem Wein auf sich

Wie Sie beim Mallorca-Wein auch als Nicht-Kenner die Spreu vom Weizen unterscheiden können? Zum Beispiel mithilfe des Zauberwortes "Mallorca". Steht es in großen Lettern auf dem Etikett Ihres Insel-Weins, können Sie sicher sein, dass es sich um einen edlen Tropfen handelt.

Müssen Sie nach der Herkunft dagegen lange im Kleingedruckten suchen, haben Sie höchstwahrscheinlich einen Landwein erwischt. Solche Weine tragen das Siegel Illes Balears (Balearische Inseln). Mit dem Namen „Mallorca“ dürfen sich nur die anerkannten Anbauregionen "DO Binissalem" und "DO Pla i Llevant" schmücken.

Mitte September beginnt auf Mallorca die Ernte der inseleigenen roten Traube Manto Negro. Sie ist ein spätreifes Früchtchen, genau wie Cabernet Sauvignon. Erst gegen Mitte Oktober ist die Weinlese auf der Sonneninsel abgeschlossen.

Längst eingefahren wurden die weißen Trauben vor allem Chardonnay und Prensal Blanc. Danach folgten rote Klassiker wie Syrah oder Merlot. Heutzutage gären die Trauben nicht mehr in poolähnlichen gemauerten Bassins, sondern in riesigen Edelstahlbehältern. Sie fassen 1000 bis 30.000 Liter. Beim Weißwein wird nur der Most verwendet, beim Rotwein und Rosé die ganze Beere als Maische. Je länger die Maische im Behälter mitgärt, desto tiefer das Rot des Weins die Farbstoffe stecken nämlich in der Traubenhaut. Bei der Gärung, also der Umwandlung von Zucker in Alkohol, entsteht Wärme. Zu viel Hitze schadet allerdings dem Weinaroma, deshalb werden die Edelstahlbehälter mit künftigen Weißweinen auf 17 Grad heruntergekühlt. Der Manto Negro präsentiert sich dagegen schon beim Fermentations-Prozess als heißblütiger Südländer: Eine Temperatur von 26 Grad gilt als ideal.


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