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Mandeln

Mandelblüte Mallorca

Foto: Im Januar und Februar zauberhaft schöne Blüten, im Herbst köstliche und gesunde Mandelkerne.

Die gesunde Mandel

Ein weißes und rosafarbenes Blütenmeer überzieht im Februar Mallorca. Die Insel erwacht aus dem Winterschlaf. Es ist Mandelblütenzeit und die Mandelblüte auf Mallorca ist nicht nur schön anzusehen. Zeit, sich mit der gesunden Wirkung von süßen Mandeln zu beschäftigen.

In der Regel beginnt die Mandelblüte am Ende des Monats Januars. Manchmal blühen die Mandelbäume auch leicht verspätetet wenn es einen ungewöhnlich kalten und nassen Januar gab und dieser das Wachstum der Pflanzen etwas behindert. Doch mit den wärmenden Sonnenstrahlen gibt es kein Halten mehr. Rosa und weiße anmutige Blüten, wohin das Auge schaut. Und all dies hat auf Grund der besonderen Ästhetik natürlich positive Auswirkungen aufs Gemüt. Wir schauen tiefer, so zu sagen der Mandel in den Kern und entdecken hohes gesundheitsförderndes Potential.

Das Mandel-Profil in Kürze: Sie sind die nährstoffhaltigsten Nüsse (Pardon, im eigentlichen botanischen Sinne sind Mandeln keine Nüsse, sondern Steinfrüchte...), reich an Flavonoiden, Vitamin E, Magnesium, Kalium, Calzium, Phosphor, Eisen, Proteine und Ballaststoffe. Mandeln minimieren das Risiko von Herzerkrankungen sowie von Magen- und Prostatakrebs. Sie verbessern die Blutzuckerkontrolle und verringern oxidative Schäden ebenfalls positiv für Herz und Haut.

Klar, Mandeln sind fetthaltig, aber Fett ist nicht gleich Fett. Hier spielt das so genannte Fettsäuremuster eine wichtige Rolle. Die in Mandeln so üppig enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren reduzieren das „schlechte“ LDL und fördern das „gute“ HDL, was eine Senkung des Blutcholesterinspiegels zur positiven Folge hat. Aber eins ist logisch: Wir reden hier nicht von täglichen Mandelorgien, sondern wie bei allem ist eine maßvolle Menge wichtig: Eine gute Handvoll Mandeln (ca. 20-24 Stück) sind optimal. Man sagt, dass nur 20 Gramm Mandeln täglich das Risiko einer Herzerkankung schon halbieren!

Eine gute Verdauung wird begünstigt durch Ballaststoffe, ebenfalls intensiv in Form von unlöslichen, spezifischen Nahrungsfasern in der Mandel enthalten. Und eine gute Verdauung bzw. die Stärkung des Verdauungstrakts ist hilfreich bei Diabetes, Fettstoffwechsel, Krebs- und Herzerkrankungen und auch bei Diäten... Stichwort Antioxidantien: In der Mandel, speziell hochkonzentriert in der braunen Mandelhaut, die man eigentlich immer mitessen sollte, stecken viele pflanzliche Nährstoffe, genauer gesagt über 20 Flavonoide, eine ganz spezielle und sehr wirksame Kombination von sekundären Pflanzenstoffen. Sie bilden zusammen mit dem in hoher Konzentration enthaltenen Vitamin E quasi eine Art Schutzschild gegen die Freien Radikale. Dies sind sauerstoffhaltige aggressive Moleküle mit zerstörerischer Wirkung auf die Zellen. Sie verursachen z.B. eine Oxidation des LDL, was u.a. eine Arterienverstopfung zur Folge haben kann. Antioxidantien hingegen sind Radikalenfänger, binden sie und machen sie unschädlich.

Dies hat nicht nur positive Folgen für das Herz, sondern auch für Haut und Haare. Nicht umsonst ist in vielen Beautyprodukten wie Cremes, Lotions, Shampoos etc. kaltgepresstes hochwertiges Mandelöl enthalten. Dadurch kann Feuchtigkeit besser gespeichert werden, Haut und Haare werden weicher, geschmeidiger und auch widerstandsfähiger. Ein perfektes Anti-Aging-Mittel! Und weiter im bunten Reigen. Die nicht-essentielle Aminosäure Arginin wirkt Gefäß stärkend. Der hohe Calziumanteil ist wichtig bei der Knochenbildung, aber wird auch von Nerven und Muskeln benötigt. Die Kombination aus Calcium, Magnesium sowie Kalium wirkt Blutdruck regulierend. Und schließlich: Sind Sie schwanger, dann sind Mandeln gute Lieferanten der wichtigen Folsäure.

Ein kleiner Wermutstropfen: Trotz alledem ist leider zu vermuten, dass Marzipan, Mandelschokolade, Mandelkuchen oder Mandellikör nicht wirklich so gesund sind und sich zumindest gerne mal in Form von Fettpolstern auf den Hüften breit machen. Andererseits macht der Genuss glücklich. Und Glückshormone sind wiederum gut für den Körper.


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