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Neues Abkommen bei Krankheit auf Mallorca

30.07.2011 /

Ein Abkommen mit den deutschen Krankenkassen: Auf Mallorca in die private Arztpraxis.

Warum wird man ausgerechnet dann krank, wenn man endlich mal Urlaub hat? Entweder man hat sich seinen Magen durch sämtliche Speisen verdorben, beim Tauchen im Meer ist zu viel Wasser in die Ohren gekommen oder man bekommt einen starken Sonnenbrand. Urlauber auf Mallorca, die bei der Techniker Krankenkasse (TK) oder bei der AOK krankenversichert sind, können sich bei ärztlichen Notsituationen ab sofort auch ohne zusätzliche Kosten bzw. einen Verwaltungsaufwand in privaten Krankenhäusern untersuchen lassen. Die Techniker Krankenkasse wie auch die AOK haben in den letzten Wochen einige Entscheidungen getroffen. Die AOK mit der Klinik Clínica Juaneda und die TK hingegen mit der Klinik Policlínica Miramar.

Beide Krankenhäuser arbeiten außerdem eng mit einigen privaten Arztpraxen zusammen, die sich in den Örtlichkeiten Mallorcas befinden. Für die Arztpraxen gilt allerdings die selbe Abmachung. TK- sowie AOK-Kunden können bei kleineren gesundheitlichen Beschwerden einen privaten Arzt besuchen. Hierbei ergibt sich ein großer Vorteil für Patienten. Potenzielle Wartezeiten können umgangen werden, denn durch das Vorlegen der deutschen Versicherungskarte wird ermöglicht, dass die Krankenkassen sämtliche Zahlungen voll und ganz übernehmen. Außerdem haben die Urlauber die Chance, sich auf Deutsch unterhalten zu können. Bei eventuellen Verständigungsproblemen übersetzen dann im Zweifelsfall andere Mitarbeiter.

Des Weiteren ist es bei Notfällen auf Mallorca viel preiswerter geworden, sich in die Hände von Privatpraxen zu begeben, dies freut schlichtweg jeden Touristen. Normalerweise bezahlt ein Urlauber, der ins Ausland reist und sich dann privat untersuchen lässt, im Durchschnitt um die 180 € und bekommt dann, wenn er die Rechnung bei der Krankenkasse vorlegen will, in aller Regel nur etwa 33 % zurückgezahlt. Sobald die Versicherungskarte vorgelegt wird, kann sofort abgerechnet werden, so wie es in Deutschland der Fall ist.

Darüber hinaus haben die Techniker Krankenkasse wie auch die AOK die Qualitäten der Kliniken, mit denen sie auf Mallorca partnerschaftlich verknüpft sind, ausreichend kontrolliert. Das Versorgungsangebot für die Urlauber verbessert sich zwar, trotz allem rechnen beide Krankenkassen nicht mit erhöhten Unkosten. Für etwa acht Millionen Deutsche, die bei der TK versichert sind, lohnt sich dieses Abkommen. Bei der AOK gibt es derzeit neun Millionen Deutsche und sogar in den Niederlanden sind es 3 Millionen Menschen der Krankenkassen CZ, OHRA sowie Delta Lloyd.

Zurzeit gilt die AOK erst für Rheinland/Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Westfalen-Lippe, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Weitere Zusammenschlüsse der anderen Kassen werden schon fleißig geplant. Für die AOK ist dieses spezielle Abkommen auf Menorca und Mallorca das erste dieser Version in ganz Spanien. Ähnliche Abschlüsse in den Ländern Österreich, Belgien, den Niederlanden oder Polen wurden schon einmal in der Vergangenheit getätigt. Nun möchte man gerne erste Erfahrungen mit Spanien machen und vielleicht auch noch in andere Urlaubsregionen übergehen.

Zuzüglich arbeitet die Techniker Krankenkasse mit weiteren spanischen Regionen wie Gran Canaria, Costa Brava und Barcelona zusammen. Die TK umfasst sowohl die ambulante als auch die stationäre Versorgung für die Touristen, die AOK hingegen erst einmal nur die ambulante Versorgung mit sämtlichen Haus- und Fachärzten. Außerdem werden Urlauber darauf hingewiesen, eine individuelle Versicherung für das Ausland abzuschließen, die möglicherweise einen etwas teureren Krankenrücktransport übernehmen wird.


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