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Mercado San Juan

Tapas und Sternschnuppen

Von Martina Zender

Immer blauer Himmel und Sonne ohne Ende


Hot time, summer on the island... Der leicht abgewandelte Songtext des bald 50 Jahre alten Hits von Lovin' Spoonful trifft in diesem Sommer mehr denn je auf Mallorca zu. Seit Juni ist es heiß, sehr heiß. Nur zwei halbe Regentage gab es seitdem. Teils muss man bei bis zu 40 Grad schwitzen, das Meer bringt auch keine Abkühlung mehr. Da hilft nur ein Tipp: Früh ans Meer! Denn das Nass ist zumindest um acht Uhr am Morgen nicht nur kühler, sondern auch leerer und man hat sogar den Es Trenc-Strand für sich – abgesehen von ein paar cleveren, meist älteren Anwohnern. Man kann natürlich auch die Nacht zum Tage machen und in einem Strandlokal wie dem S'Embat nahe des Es Trenc-Strandes (Zugang Ses Covetes) abhängen (jedes Wochenende Party mit Livemusik) und dann direkt am Strand bleiben. Aber Achtung: Zum einen ist Strandcamping nur in den seltensten Fällen erlaubt, zum anderen sollte man IMMER all seinen Abfall penibel und sorgfältig entsorgen. Aktuell wurden wieder heftige Plastikanschwemmungen gesichtet.

Musikalische Sterne im August

Jede Menge Stars bevölkern im August Mallorcas Konzert-Bühnen: Zum Beispiel beim Festival in Pollenca, wo man klassische Musik zum einen, Ikonen wie Ute Lemper zum anderen, aber auch eine mexikanische Woche genießen kann – mit Mariachi-Musik und original mexikanischem Essen, zubereitet von zwei mexikanischen Spitzenköchen. Das komplette Programm findet man unter www.festivalpollenca.com. Zwei spanische Musikstars der Extraklasse geben ebenfalls im August auf Mallorca ein Konzert. Zum einen Alejandro Sanz, den man in Deutschland nicht zuletzt wegen seines Duetts mit Shakira (“La Tortura”) kennt und der auch in Amerika ein Star ist. Zum anderen Pablo Alborán, ein erst 26-jähriger charmanter Sänger mit einer unverwechselbaren außergewöhnlichen Stimme und aktuell der erfolgreichste Künstler Spaniens.

Sternschnuppen für Astro-Fans

In der Nacht vom 12. auf den 13. August weint der Himmel die sogenannten “Laurentius-Tränen”, benannt nach einem römischen Märtyrer. Diese Nacht ist berühmt für die immense Menge an Sternschnuppen, die dann den Himmel bereichern. Dafür sollte man sich fern einer Stadt aufhalten. Perfektionieren kann man das Ganze in der Sternwarte Costitx. Dort hat man für den Fall der Fälle (bedeckter Himmel) eine besondere Alternative auf Lager: Es gibt eine Live-Übertragung vom 2.400 Meter hohen Vulkan Teide auf Teneriffa. Wer sich das gönnen will, sollte sich rechtzeitig anmelden, denn es gibt nur etwa 110 Plätze.

Himmlische Wermut-Sorten mit Tapas

Wermut trinken ist eher bekannt von den sogenannten Wermutsbrüdern, wie man früher alkoholabhängige Heimatlose nannte. Doch ein guter vermú, wie man ihn in Spanien nennt, ist klassischerweise ein Getränk, das die Männer nach der sonntäglichen Morgenmesse in der Dorfkneipe tranken, bevor sie zum Mittagessen nach Hause gingen. Quasi der spanische Frühschoppen. Doch die Wermut-Zeit ist auch am frühen Abend – nach dem Job und vor dem Abendessen. Dazu isst man eine Kleinigkeit wie eingelegte Oliven, eine kleine Dose Fischdelikatessen, ein paar frittierte Mini-Fischchen. Ein besonders schönes neues Lokal in Palma (direkt neben dem Gran Hotel) ist “La Rosa Vermutería” im Stil der 50er-Jahre eingerichtet, in dem man gleich 15 verschiedene Wermut-Sorten trinken und das Passende dazu essen kann (Facebook: La Rosa Vermutería).

Neuer Gastro-Star Mercado San Juan

Auch auf dem neuen Gastromarkt “Mercado Gastronómico San Juan” gibt es einen Wermut-Stand, natürlich ebenfalls mit spanischen Spezialitäten. Apropos Mercado San Juan. Er ist DAS aktuelle Gastro-Highlight Palmas und wurde im Juni eröffnet: 15 Stände mit den unterschiedlichsten Angeboten sind in dem aufwändig und traumhaft designten früheren Schlachthof-Gebäude, dem Jugendstilbau S'Escorxador, untergebracht. Von 12-24 Uhr kann man probieren, schlemmen und es sich gut gehen lassen. Es gibt u.a. frittierten Fisch und Meeresfrüchte, Austern, Schinken, Hamburger, Steaks, Italo-, Thai- und Sushi-Food, Fideua und Süßes. Dazu Außenterrassen und eine Bar, in der am Wochenende auch oft Livemusik geboten wird. www.gastronomicosanjuan.com und Facebook: Mercado Gastronómico San Juan.

Foto: Martina Zender



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