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Fiestas und Gastro-News

Von Martina Zender

Johannisnacht an der Playa

Feuer züngeln, Musik erklingt, Menschen lachen, essen und trinken - all dies zusammen in der Nacht am Strand. Das ist die Nacht von Sant Joan, die Johannisnacht am 23. Juni, die traditionell mit Picknick am Strand und mitternächtlichem Schwimmen gefeiert wird. Jeder hat da so seinen eigenen Lieblingsstrand für diese große Party. Ich gehe beispielsweise gerne nach Ciutat Jardí – auch weil ich weiß, wie dort das Meer beschaffen ist, denn im Dunkeln schwimmen zu gehen, ist nicht jedermanns Sache. Und nicht vergessen: Nehmen Sie Papier mit, schreiben Sie darauf Ihre Wünsche (nicht zu viele), falten Sie ein Mini-Boot und setzen es in die Wellen. Je länger es schwimmt und nicht untergeht desto größer ist die Chance, dass die Wünsche in Erfüllung gehen...

Neue Tapas-Bar an der Llonja

Den Wunsch gut zu essen, können Sie sich leicht erfüllen. Speziell in Palma haben etliche neue Lokale ihre Pforten eröffnet. Hier einige Tipps: Im “Ombu” (Llonja-Viertel) gibt es ausgesprochen delikate und kreative Tapas wie Thunfisch-Tataki mit Ponzu-Sauce, Pulpo-Stückchen auf Thai-Schaum, Steak Tartar mit Foie, Trüffel und Sherry-Mayonnaise, von Orangen-Rauch bedeckte eingelegte Miesmuscheln mit Orangen und Möhren oder kleine Brikteig-Hörnchen, gefüllt mit mariniertem Tunfisch, Wasabi und Sauerapfel-Stücken – all dies sind kleine fantasievolle Geschmacksreisen (www.ombupalma.com).

Kreolische Küche jetzt im Catalina-Viertel

Im “Nola” (Santa Catalina-Viertel) kann man feine kreolische Cajun-Küche schmausen. Das ist jetzt nicht wirklich Mallorca-affin, aber lecker wie beispielsweise die Spareribs in Cajun-Sauce oder der Brotpudding mit Rosinen, Mandeln, Zimt, Vanilleeis und Whiskysauce. Dazu wird stilgerecht jazzig-swingige Musik gespielt. Manchmal sogar live (www.restaurante-nola.com).

Vegane Speisen und Livemusik

Wer es etwas fleischloser, ja gar vegan bevorzugt, der sollte ins “La Golondrina” gehen, denn dort liebt man Tiere, aber isst sie nicht und bietet gleichzeitig am Wochenende gute Livemusik. Eine Art Kneipen-Restaurant, wo man auch nur einen Drink nehmen kann. Das Schönste: Schauen Sie mal an die Decke, dort finden sich zig kleine bunte Keramik-Schwalben (golondrinas), passend zum Namen des Lokals und von einer mallorquinischen Keramikkünstlerin gefertigt (https://lagolondrinabar.wordpress.com).

Fürstliches Lokal im Stadt-Palast eröffnet

Als letzter Tipp darf es auch mal opulent sein: Wer ins “Sadrassana” am gleichnamigen Platz in Palma reingeht, betritt ein gar erlesen ausgestattetes Gastro-Reich, eingebettet in einen alten, wunderbar restaurierten Stadt-Palast, der im ersten Stock noch eine sehenswerte Galerie beherbergt (Horrach Moya): Verschiedene Räumlichkeiten, in unterschiedlichen Farben gestaltet, mit schicken Stofftapeten an den Wänden, prächtigen Lüstern an der Decke und modern-mallorquinischen leckeren Kreationen auf dem Teller. Küchenchef Tito Verger interpretiert traditionelle Rezepte und hiesige Produkte auf seine ganz eigene, ungemein delikate Weise. Überraschend: Die Rechnung ist weit weniger opulent als die Ausstattung des Lokals vermuten lässt (www.sadrassana.com).

Foto-Ausstellungen und Konzerte

Wer sich für Fotografie interessiert, darf sich den Event “Palma Photo” nicht entgehen lassen. Berühmte Fotografen stellen in verschiedenen Galerien aus, auf der Straße und einige sind sogar als papierne mit Fotos bedruckte Tischsets in Szenelokalen zu finden (www.palmaphoto.es). Zwischendurch ein wenig Musik gefällig? Indie, Pop, Rock und Alternativ-Mucke? Dann sollten Sie das Summer Pie Musikfestival am 12. und 13. Juni im Museum Es Baluard in Palma besuchen (www.pecan-pie.org/summerpiefestival). Ebenfalls gute Musik gibt es in der neuen Event-Location “Sa Possessió”. Sie liegt am Stadtrand von Palma neben einem Gewerbegebiet. Klingt erstmal nicht so toll, aber wer die alte Finca sieht, wird schnell eines Besseren belehrt. In der Possessiò finden gute Konzerte statt und drumherum trifft sich die Szene von Palma. Da gibt es Flamenco-Abende ebenso wie Rumba oder Elektro-Sound. Dazu passt, dass am Wochenende einer der aktuell angesagten Streetfood-Caravans dort fürs Essen sorgt: Manduka Street Food haben Arabella García und Raúl Servera ihren schicken Vintage-Caravan genannt, in dem sie Bio-Burger und sonstige Leckereien zaubern. Die beiden betreiben auch nahe Alaró Bio-Landwirtschaft, somit stammen die meisten Zutaten aus eigenem Anbau.

Kräuter- und Tintenfisch-Fest

Eins der schönsten, zumindest aber bestriechenden Feste der Insel ist die “Fira de ses Herbes” (Fest der Kräuter) am Wochenende 13./14. Juni in dem kleinen Dorf Selva an den Hängen des Tramuntana-Gebirges. Dort gibt es jede Menge Produkte mit und rund um Kräuter wie Kosmetik, Parfums, Seifen, Honig oder Liköre. Aber natürlich auch andere handwerklich erzeugte Waren. Außerdem wird gezeigt, wie der legendäre Myrtenschnaps (agua de murta) hergestellt wird, Folkloretänze werden vorgeführt, Xeremiers spielen, Giganten tanzen und die örtliche Kapelle ist ebenfalls aktiv (www.firadesesherbes.com). Den kulinarischen Abschluss des Monats kann man in Portocolom begehen, denn dort wird vom 26.-28. Juni die “Fira del Pop” gefeiert. Und das hat nichts mit Pop-Musik zu tun, sondern Pop ist der mallorquinische Name für Tintenfisch und den gibt es dann in vielerlei Varianten, denn die örtliche Gastronomie überbietet sich mit ihren abwechslungsreichen Tintenfischgerichten. Bon profit!

Foto: Martina Zender



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