Mallorca
Beachfinder: Vamos a la playa!
Von Verena Gemmel
Sommer,
Sonne, Strand und Meer... Vier magische Worte, die fast jeden zum Träumen
bringen. Die einen sehen sich knackig braun auf einer Luftmatratze dösend,
die anderen mit einem Surfbrett über die Wellen reitend, wieder andere
beim romantischen Playa-Picknick an einer einsamen Bucht. Auf Mallorca
können all diese Träume wahr werden. Für jeden Typ gibts
den richtigen Strand: Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren!
1) Sonnenanbeter
Alle viere von sich strecken, die Augen schließen, Sand durch die
Finger rieseln lassen und nur dem Meeresrauschen lauschen: Ein herrliches
Gefühl, nach dem sich so mancher das ganze Jahr über sehnt.
Ein kurzes Vergnügen jedoch, wenn man sich einen Sonnenbrand oder
-stich zuzieht. Deshalb nicht um die Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr
in der prallen Sonnen brutzeln, immer eine halbe Stunde vor Sonnenkontakt
mit ausreichendem Lichtschutzfaktor eincremen, den Kopf bedecken und viel
trinken. Im Schatten können Sie das Strand-Feeling ohne Reue sehr
viel länger genießen. Entweder einen Sonnenschirm aufspannen
oder an Stränden mit natürlichem Schatten relaxen - beispielsweise
im Nordosten die Cala Agulla (Cala Rajada), im Südwesten Portals
Vells (zwischen Magaluf und El Toro) und die Cala Fornells (Paguera),
im Südosten die Cala Mondragó und Cala d`Or sowie im Norden
die Playa de Muro, der Strand von Alcúdia und die Playa Formentor.
Sie sind ein Fan der nahtlosen Bräune? FKK ist an folgenden Stränden
möglich: Playa El Mago (Portals Vells bei Magaluf), Es Trenc (Nudisten-Abschnitt
etwa in der Mitte), Playa Sa Canova (rechts von Son Serra de Marina, zwischen
Artà und Cala Rajada) sowie an zahlreichen kleinen, wenig besuchten
Stränden.
2) Spielkinder
Klar, wenn Kids mit von der Partie sind, muss unbedingt eine trutzige
Sandburg errichtet werden. Mit schmucken Türmchen, Muschel-Dekor
und einem großen Wassergraben drumherum. Aber auch große Leute
ohne Kinder dürfen sich auf Mallorca ruhig trauen, eine vergängliche
Skulptur aus Sand zu formen. Schauen Sie doch einfach mal einem der zahlreichen
Sandkünstler über die Schulter. Meist an touristischen Stränden
wie Cala Millor, Port de Pollenca oder Can Picafort schaffen sie riesige
Figuren wie den Meeresgott Neptun, Krokodile oder Meerjungfrauen. Lust
auf ein wenig Entertainment im Wasser? Familien und Gruppen stechen gern
mit Banane oder Tretboot in See - Verleihe gibt es an fast allen Stränden,
die in touristischen Zentren liegen - zum Beispiel Magaluf im Südwesten
oder Cala Millor im Osten.
3) Wassersportler
Die Buchten von Pollenca und Alcúdia sind ein Paradies für
Wassersportler! Zum einen, weil im Norden beste Windverhältnisse
herrschen - ideal für Segler und Surfer. Zum anderen, weil die beiden
Bahias wunderbar geschützt liegen: Die Bucht von Pollenca wird von
den Halbinseln Formentor und Sa Victòria umrahmt, die Bucht von
Alcúdia von Sa Victòria und dem Llevant. Auch die ausgedehnte
Küstenlinie des Llevant bietet Wassersportlern fast unbegrenzte Möglichkeiten.
Vor der einmaligen Naturkulisse im kristallklaren Wasser segeln, surfen,
schnorcheln, tauchen, Wasserski fahren oder einfach nur schwimmen... Die
Infrastruktur der Sporthäfen ist hervorragend, das Angebot an Yachtclubs,
Segel-, Surf- und Tauchschulen groß. Eine weitere beliebte Tauchbasis
ist die Gegend um Port d`Andratx. An der fantastischen Steilküste
locken Grotten, Höhlen und zwei kleine Wracks. Absolutes Highlight:
die unter Naturschutz stehende Insel "Sa Dragonera". Insider-Tipp
für Schnorchler ist die Bucht Cala San Vicente im Norden bei Pollenca.
4) Partygänger
Die angesagteste Location direkt am Strand ist der exklusive Lounge-Club
Purobeach
an der Cala Estancia (Playa de Palma, Ausfahrt Airport) - Café
del Mar Feeling auf der schicken Pool-Terrasse von 11 Uhr morgens bis
zwei Uhr nachts. Neben Rhythmen zum Chillen, Bistro-Küche und coolen
Drinks gibts dort auch noch Yoga und Wellness-Anwendungen. Ganz zentral
an Palmas Hafen liegt die gläserne Panorama-Bar "Varadero".
Seit vielen Jahren eine beliebte Szene-Location bei Mallorquinern und
internationalen Gästen. Sowohl das Meer als auch die Altstadt mit
ihrer grandiosen Kathedrale haben Sie von hier aus bestens im Blick. Von
morgens um neun bis nachts um drei trifft sich hier ein trendbewusstes
Publikum zu Snack und Drink - sommers gerne open air auf der großen
Terrasse. Abends mixt der Barkeeper für das tanzende Partyvolk originelle
Cocktails in allen Farben des Regenbogens (Muelle Viejo/ Moll Vell s/n).
5) Romantiker
Mallorcas größter nahezu unberührter Sandstrand "Es
Trenc" gilt als die Karibik von nebenan. Acht Kilometer Bilderbuch-Playa
erstrecken sich von Sa Ràpita bis Colònia de Sant Jordi
(Anfahrt am besten von Campos aus, Großparkplätze in Ses Covetes
am Nordende des Strandes und bei den Salines de Llevant). Die Dünenlandschaft
steht unter Naturschutz, in der Bucht gedeihen Aleppokiefern, Wacholder
und Rosmarin. Wenn Sie sommers dort einen ausgedehnten Strand-Spaziergang
unternehmen möchten, kommen Sie am besten gleich morgens oder am
frühen Abend. Dass "Es Trenc" paradiesisch ist, hat sich
nämlich inzwischen herumgesrochen. Einige Dutzend geschützte
fjordähnliche Buchten hat Mallorcas Südostküste zu bieten.
Feinster weißer Sand, felsenumrahmte Strände, pinienbewachsene
Dünen... Da kann man sich kaum für seine Favoriten entscheiden.
Als wildromantische Naturschönheit gilt die Doppelbucht Cala Mondragó
mit schroffen Felsen und altem Baumbestand. Den hinteren Teil der Bucht
erreicht man über einen kleinen Pfad. Tipp: Früh morgens oder
abends ab sechs hat man sogar in der Hochsaison die Calas (fast) für
sich allein - wie wärs mit einem Picknick im Sonnenuntergang? Die
beliebtesten Naturstrände im Nordosten sind Cala Mesquida und Cala
Agulla. Insider-Tipp: die versteckt liegende Bucht Cala Moltó -
nur zu Fuß über einen schmalen Pfad vom Strand der Cala Agulla
erreichbar. Einen Ausflug wert sind auch die märchenhaften Buchten
Cala Torta und Cala Mitjana im Naturpark Llevant. Über ein Duzend
Playas in der Region des Llevant wurden mit der begehrten blauen Öko-Flagge
ausgezeichnet. Faustregel: Je schwieriger der Zugang, desto einsamer der
Strand!